Mittwoch, 28. April 2010

Seelenfrieden finden

Wir leben in einer hektischen, ruhelosen Welt und haben wenig Zeit, wirklich zu verdauen, was täglich auf uns einströmt. Wie kann man mit den Sorgen des täglichen Lebens fertig werden und dauerhafte Gelassenheit und innere Ruhe finden?



Nach dem fortschrittlichsten und zugleich verheerendsten Jahrhundert seit Menschengedenken ist es zum Klischee geworden, zu sagen, dass wir in einer außergewöhnlichen Zeit leben. Trotz der modernen Wunderwerke der Technik erleben wir eine Zeit großer Belastungen - auf persönlicher, nationaler und sogar weltweiter Ebene.

Wie werden wir mit unseren Ängsten fertig - über die allgemeinen Lebensbedingungen, über persönliche Probleme und über die Welt, die unsere Kinder erben werden? Die meisten von uns sind besorgt, wissen aber nicht, was sie tun sollen. Wie bewahren wir uns eine Perspektive?

Es gibt einen Weg, mit den Turbulenzen um uns herum zurechtzukommen. Es gibt Antworten, die wirksam und ermutigend sind, besonders wenn wir es mit Bedingungen zu tun haben, die dazu geeignet sind, uns emotionell zu lähmen: Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust eines Angehörigen, eine zerbrochene oder zerbrechende Ehe, Gefühle des Betrogenwerdens, Krankheiten. Probleme wie diese können scheinbar endlosen Kummer auslösen. Für den Menschen, der in solchen Sorgen steckt, ist es mühsam und schmerzhaft, sich damit zurechtzufinden.

Solche Traumata kann man nicht einfach abtun oder verharmlosen. Sie können trotzdem sicher sein, dass es einen Weg gibt, Seelenfrieden zu finden - einen ruhigen, gelassenen Geisteszustand, der nicht ständig Ängsten unterworfen ist, wenn sich Druck aufbaut. Viele suchen die Lösung in Form von Selbsthilfe. Die Techniken und Hilfsmittel, die in populären Büchern und Datenträgern zum Thema Stressbewältigung und innerer Friede angepriesen werden, mögen durchaus ein gewisses Maß an Erleichterung verschaffen, doch keines spricht das grundlegende Defizit des menschlichen Geistes an. Um unsere tiefsten Probleme zu lösen, müssen wir mehr tun als unser Unterbewußtsein umzuprogrammieren oder die neuesten Entspannungstechniken zu lernen.


DAS UNSICHTBARE SEHEN

Die Antworten, die eine dauerhafte Lösung bringen, sind geistlicher Natur und ergeben sich aus den Prinzipien, die zum göttlichen Glauben gehören. Doch bevor wir den Glauben an Gott leben können, müssen wir wissen, dass es Gott gibt und dass er ein persönliches Interesse an uns hat. Wir müssen ihn als unseren Vater sehen. Der erste Schritt, um zu dem inneren Frieden zu gelangen, den wir ersehnen, ist festzuhalten, dass Gott sich in allen Lebenslagen um uns kümmert und dass er einen Plan für unser Leben hat - jetzt und in Zukunft.

Doch wie können wir wissen, dass Gott auch nur existiert?

Würde der Apostel Paulus heute leben, so würde er die Frage vielleicht wie in einem seiner Briefe vor über 1900 Jahren beantworten: „Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, so daß sie keine Entschuldigung haben“ (Röm. 1, 20; stets neue Lutherbibel). Paulus zufolge haben wir keine Entschuldigung dafür, Gottes Wesen und ewige Macht nicht in der Natur zu erkennen.

Von zerklüfteten Bergketten bis zu Regenwäldern erfüllt uns die Erde mit Ehrfurcht. Ihre scheinbar unendliche Vielfalt ist erstaunlich anzusehen und auch mit den kühnsten Theorien schwer zu erklären. Wale verständigen sich unter Wasser mit Lauten, aber wie haben sie diese erlernt? Zugvögel fliegen Tausende von Kilometern und kommen Jahr für Jahr unfehlbar an der gleichen Stelle an. Wie haben sie so präzise Navigationssysteme entwickelt?

Der Apostel Paulus schreibt: „Der lebendige Gott . . . erschuf den Himmel, die Erde, das Meer und alles, was darin ist.“ Der einfache Glaube, daß Gottes Existenz aus dem, was wir in der Natur sehen, ersichtlich ist, ist fast verschwunden in unserer Welt, die sich so kühn der Errungenschaften der Menschheit rühmt. Und doch ist dieses kindliche Vertrauen der Ausgangspunkt für eine richtige Beziehung zu unserem Vater.

Doch selbst wenn wir wissen, dass es ihn gibt - wie können wir sicher sein, dass er sich um uns sorgt?

Wenn die Schöpfung uns etwas über seine Existenz lehren kann, so kann sie uns vielleicht auch etwas über seine Fürsorge lehren.




IM FEUER ERPROBT
Im Schatten der riesigen Mammutbäume in Kalifornien gibt es eine ganz besondere Schönheit. Diese herrlichen Bäume strahlen eine Ruhe und Majestät aus, die nur der Natur eigen ist. Sie ziehen unsere Aufmerksamkeit nicht nur wegen ihrer Größe an, sondern auch wegen ihrer Langlebigkeit. Manche stehen seit Jahrtausenden an ihrem Platz und sind Zeugen all der Wirren der letzten rund 2000 Jahre.

Der General-Grant-Baum ist zum Beispiel 81 Meter hoch und hat am Fuß einen Umfang von 33 Metern. Vor vielen Jahren wurde der General Grant durch einen Brand beschädigt, von dem sein Stamm eine A-förmige Narbe davontrug; doch der Baum überlebte und wächst noch heute.

Nicht weit davon entfernt steht ein noch verblüffenderes Beispiel für Wachstum, durch Feuer geprüft. Die untere Hälfte dieses Baumes ist von innen fast völlig ausgebrannt, und trotzdem gedeiht er weiter.

Diese liebevoll erschaffenen Denkmäler für Gottes Macht bezeugen, dass wir sogar mehr tun können als nur zu überleben, wenn das „Feuer“ uns heimsucht: Wir können weiter wachsen.

Diese Einsicht beginnt mit dem einfachen Glauben, dass unser Vater uns mit der gleichen Liebe und Sorgfalt geschaffen hat wie den Rest seiner Schöpfung. Wir bedeuten ihm sogar mehr als alles andere, das er geschaffen hat. Matthäus 6 berichtet, wie Jesus diese Grundwahrheit erklärte: „Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werden; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? . . . Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. . . . Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?“ (Vers 25-30).

Auch Paulus spricht von der Fürsorge unseres Vaters für uns. Er schreibt, zwar habe Gott „in den vergangenen Zeiten alle Heiden ihre eigenen Wege gehen lassen; und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt“ (Apg. 14, 16-17). Mit anderen Worten: Er gibt uns das, was wir brauchen.

Diese Passagen zeigen eine Beziehung zwischen dem Schöpfer und seiner Schöpfung, die gleichzeitig einfach und tiefgründig ist. Sie basiert auf einer Art Vertrauen, von der wir in unserer hochentwickelten Hightech-Welt nicht mehr viel hören. Doch dieses einfache Vertrauen ist die Grundlage eines Glaubens, der uns Gewissheit gibt, dass Gott seine Macht einsetzen wird, um für unser Wohlergehen zu sorgen.

Gottes Eingreifen setzt voraus, dass wir unsere Prioritäten richtig setzen. „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft. Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag seine eigene Plage hat“ (Mt. 6, 31-34).

Da es jeden Tag genug Dinge gibt, um die wir uns kümmern müssen, will unser Vater nicht, dass wir allzu besorgt wegen unserer künftigen Bedürfnisse sind. Was wir heute brauchen, wird er uns geben, wenn wir im Glauben darum beten. Dennoch erwartet er, dass wir für die Zukunft planen, uns Ziele setzen und ihm dann diese Dinge im Gebet anvertrauen.


KEIN ZWEIFEL!

Das Gebet ist ein wichtiger Bestandteil von göttlichem Glauben - ein entscheidender Schritt auf der Suche nach Seelenfrieden. Doch dass unsere Gebete erhört werden, können wir nur erwarten, wenn wir im Glauben beten.

Der Apostel Jakobus schreibt: „Wenn es aber jemandem unter euch an Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der jedermann gern gibt und niemanden schilt; so wird sie ihm gegeben werden. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, der gleicht einer Meereswoge, die vom Winde getrieben und bewegt wird. Ein solcher Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn empfangen werde. Ein Zweifler ist unbeständig auf allen seinen Wegen“ (Jak. 1, 5-8).

Der Hebräerbrief rundet diesen Gedanken ab: Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott wohlgefällig zu sein, denn jeder, der zu ihm kommt, muß daran glauben, daß er existiert und diejenigen, die ihn ernstlich suchen, belohnen wird (Hebr. 11, 6). Innerer Friede durch erhörte Gebete hängt davon ab, dass man mit ganzem Herzen an Gottes Fähigkeit und Bereitschaft glaubt, sie zu erhören.

Ein weiterer Schlüssel zum inneren Frieden besteht darin, zu lernen, was Gott von uns erwartet, und dann nach diesem Wissen zu handeln. Das bedeutet, Gottes offenbarten Lebensweg zu erkennen - zu entdecken, wie er leben würde, wenn er ein Mensch wäre. Das Leben Jesu Christi auf dieser Erde ist gleichzeitig die Veranschaulichung und die Offenbarung, wie unser Vater als Mensch leben würde und wie wir leben sollen. Die Quelle dieser Offenbarung, die Bibel, lehrt uns, was wir wissen müssen, um in Harmonie mit Gottes Plan für uns zu kommen.

In den hebräischen Schriften (dem sog. Alten Testament) gibt der Prophet Micha die Antwort auf die direkte Frage, was Gott will. Er schreibt: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6, 8). Dies sind direkte Anweisungen für alle, die eine echte Beziehung mit Gott suchen.



KANN ICH HELFEN?

Wer Gerechtigkeit, Selbstlosigkeit und Demut gegenüber anderen Menschen zeigt, hat Zugang zu Gottes Segnungen und Schutz, wie Micha deutlich macht. Und obwohl Beispiele für ein so hochmoralisches Verhalten eher sehr selten sind, gibt es doch Menschen, die selbstlos handeln, um ein Unrecht gutzumachen oder andere mit einer guten Tat aufzubauen.

Vor einigen Jahren wurden Teile von Simbabwe, der Republik Südafrika und Mosambik durch heftige Regenfälle überschwemmt. Allein in dem verarmten Mosambik wurden schätzungsweise eine Million Menschen obdachlos, als der Fluss Limpopo über die Ufer trat.

Südafrikanische Rettungsmannschaften arbeiteten unermüdlich, oft unter Lebensgefahr, um zu retten, was zu retten war. Eine der dramatischsten Rettungsaktionen, die in diesem Zusammenhang bekannt wurden, galt Sofia und Rosita Pedro - einer Mutter und ihrer neugeborenen Tochter. Die junge Frau hatte sich drei Tage zuvor mit etwa einem Dutzend Menschen auf einen Baum geflüchtet, als die steigende Flut sie aus ihren Häusern trieb. Die Rettung gelang etwa eine Stunde nachdem Rosita auf diesem Baum zur Welt gekommen war, doch erst musste ein Sanitäter vom südafrikanischen Militär aus dem Basislager geholt und von einem Helikopter aus auf den Baum abgeseilt werden, um die Nabelschnur zu durchtrennen.

Auch andere Länder unterstützten die Rettungsbemühungen, und viele - darunter Großbritannien, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Spanien und die USA - unterstützen die noch andauernden Hilfsaktionen.

Im Licht der lehrreichen Worte Michas gesehen, hat diese Geschichte eine Reihe bemerkenswerter Aspekte. Der erste ist die Demut, durch die Menschen fähig werden, Landesgrenzen, Rassenunterschiede und vielleicht persönliche oder nationale Vorurteile zu vergessen, um anderen in der Not beizustehen. Der zweite ist das Mitgefühl, das Menschen befähigt, anderen, die wahrscheinlich nie in der Lage sein werden, ihnen ihre Güte zu vergelten, etwas von sich zu geben. Der dritte ist die Wertschätzung eines anderen Lebens, selbst auf die Gefahr hin, das eigene zu verlieren. Eine solche Haltung ist der Anfang der Erkenntnis, wo unser Platz in Gottes Plan für seine Schöpfung ist.

Um recht zu handeln, Erbarmen zu üben und demütig vor unserem Schöpfer zu sein, müssen wir bereit sein, etwas von uns für andere zu geben. In dieser Geisteshaltung - in der wir andere als ebenso wichtig sehen wie uns selbst oder sogar wichtiger - sind wir frei von Zorn, Bosheit und Rachsucht. Und wir beginnen uns selbst richtig zu sehen.

Wie anders wäre die Welt wohl, wenn die Prinzipien, die Paulus im Philipperbrief, Kapitel 2 ausspricht, konsequent angewandt würden - insbesondere dort, wo ethnische Gewalt und Bigotterie eine Rolle spielen könnten: „Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient“ (Vers 3-4).

Es ist nicht einfach, solche Prinzipien in der Praxis anzuwenden. Doch Gott wird uns auch hier helfen, wenn wir seine Hilfe wünschen und um sie bitten. Es ist möglich, unseren Mitmenschen die Liebe Gottes entgegenzubringen. Es ist möglich, im Umgang miteinander recht zu handeln. Und es ist auch möglich, demütig vor Gott zu sein - nicht nur Achtung vor unseren Mitmenschen zu haben, sondern auch Ehrfurcht vor ihm.


WISSEN, WO WIR HINGEHÖREN
Vor dreitausend Jahren hat König David von Israel unsere Position gegenüber unserem Schöpfer dargestellt: „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, daß du dich seiner annimmst?“ (Psalm 8, 4-5).

Ohne Zuhilfenahme der starken Teleskope, die wir heute benutzen, betrachtete David den nächtlichen Himmel und wurde demütig angesichts der Herrlichkeit, die er sah. Die zunehmenden Möglichkeiten, heute in die Tiefe des Weltalls zu sehen, sollten eigentlich zu größerer Demut führen und uns helfen, unsere Position in Gottes Schöpfung richtig zu erkennen. Wenn wir dies tun, werden wir nicht den gleichen Fehler machen wie Hiob - uns selbst zu ernst zu nehmen.

Inmitten eines gewaltigen persönlichen Kampfes voll Verlust und Verzweiflung spricht Hiob ohne wirkliches Verständnis über Gott. Gott antwortet ihm, indem er fragt: „Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mirís, wenn du so klug bist! Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie die Richtschnur gezogen hat? Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als mich die Morgensterne miteinander lobten und jauchzten alle Gottessöhne?“ (Hiob 38, 4-7).

Hiob weiß keine Antwort und bekennt seine Geringfügigkeit vor Gott: „Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. . . . Darum hab ich unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. . . . Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche“ ( Hiob 42, 2-6).

Hiob hatte schlussendlich seine Stellung in der Ordnung der Dinge erkannt. Dass er seine Geringfügigkeit vor Gott einsieht, gibt ihm einen Rahmen für sein Leben - und dies kann die gleiche Einsicht auch für uns tun. Obwohl Demut ein Weg nach vorn ist und trotz ihres therapeutischen Nutzens für uns alle, ist wahre Demut etwas, das wir Menschen nicht sehr oft erleben.

Wenn wir sie aber erleben, gelangen wir zu innerem Frieden von der Art, die der Apostel Paulus hatte, als er schrieb: „... ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wieís mir auch geht. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluß haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht“ (Phil. 4, 11-13). Seine Demut befähigte Paulus, echtes Vertrauen in Gottes Kontrolle über die Schöpfung auszudrücken, auch über das menschliche Leben, gleichgültig unter welchen Umständen.



EIN WANDEL DES HERZEN

Wenn wir wissen, dass Gott existiert, dass wir ihm wichtig sind und was er von uns erwartet, aber trotzdem nicht danach handeln, werden wir den Frieden nicht finden. Ohne eine richtige Beziehung mit ihm bleibt die Leere im menschlichen Geist, die für so viel Angst und Sorge verantwortlich ist. Zu einer richtigen Beziehung mit Gott gehört, dass wir unsere Lebensweise der seinen angleichen. Wenn das nicht geschieht, leben wir, wie die Bibel sagt, in einem Zustand der Sünde. Und unsere Sünden stellen eine Barriere zwischen Gott und uns dar.

Jesaja 59, Vers 1-2 sagt uns: „Siehe, des Herrn Arm ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so daß er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, daß ihr nicht gehört werdet.“ Unsere Sünden - ein Leben zu führen, das mit Gottes Lehre unvereinbar ist - bewirken, dass er sich von uns abwendet.

Was ist nun die Antwort auf dieses Dilemma? Gibt es einen Weg zurück zu Gottes Gunst? Die Antwort steht ebenfalls im Buch Jesaja, in Kapitel 1: „So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden“ (Vers 18).

Gott fordert uns auf, unser Leben im Licht seines Gesetzes zu analysieren. Diese Art des Nachdenkens sollte eine tiefe Betroffenheit hervorrufen, denn wir sehen uns selbst und unser Tun dann aus seiner Perspektive. Gottgefällige Traurigkeit ist mehr als bloßes Bedauern; sie sollte einen vollständigen Wandel bei uns bewirken, so dass wir beginnen, in Harmonie mit seiner Lehre und seinen Anordnungen zu leben.

Wenn wir beschließen, uns zu ändern, kann Gott uns etwas von sich geben und für uns handeln. Die Bibel nennt diesen Prozess Reue, und sie ist notwendig, wenn wir die Vergebung erlangen wollen, die durch Jesus Christus erreichbar geworden ist. Reue und Vergebung stehen am Anfang des Weges zum inneren Frieden. Der Prophet Jesaja schreibt: „Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verläßt sich auf dich“ (Jes. 26, 3).


FRIEDE, HÖHER ALS ALLE VERNUNFT

Zu lernen, Gott absolut in allem zu vertrauen, ist eine der großen Lektionen des Lebens, und es kann ein Leben lang dauern, sie zu vollbringen. Die Leitlinien, denen wir folgen, sind in den Zehn Geboten zusammengefasst und wurden von Jesus Christus in der Bergpredigt erweitert (Matthäus 5, 6 und 7). Dies ist ein Umriss einer Art und Weise zu leben, eines Lebenswegs, nicht einer Religion. Er ist mehr als eine wöchentlich verabreichte philosophische Beruhigungspille, sondern zeigt uns, wie wir Geschäfte machen, unseren Ehepartner behandeln, unsere Kinder erziehen, wie wir Kollegen, Vorgesetzte, Untergebene und Nachbarn behandeln sollen. Er zeigt uns, wie wir mit allem umgehen sollen, mit dem das Leben uns konfrontiert, einschließlich der unvermeidlichen Traumata.

Wenn wir an Gottes tiefe Fürsorge für uns und an seine Bereitschaft glauben, seine grenzenlose Macht für uns einzusetzen, wenn er den Willen sieht, unser Leben aufgrund dieses Glaubens dem seinen anzugleichen, dann können wir einen Frieden erlangen, der sich jeder menschlichen Erklärung entzieht und alles menschliche Verstehen übersteigt - weil er von Gott ist.

Der Apostel Paulus schreibt darüber: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen laßt eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus“ (Phil. 4, 6-7).

Dies ist Ihr Weg zu einem ruhigen Geist, einem Geist, frei von drückenden Sorgen.

DAVID HULME
Quelle

Keine Kommentare: