Samstag, 14. Februar 2009

England: der Ursprung des Valentinstags


Dabei ist England die Wiege des heutigen Liebesbrauchs - nicht nur in Bezug auf Rosen und Ramsch. Beste Turtelstimmung trotz Regens verbreiten die abermillionen anonymen Liebesbriefe. Ein oder zwei solcher amourösen Karten gelten bei den Engländerinnen als schmeichelhaft, wer mehr als drei erhält, gilt als verrucht. Die meisten der mehr als zwölf Millionen Valentinskarten erhalten nach Angaben der britischen Post aber Hunde, Katzen, Großeltern und Kinder.
Der alljährliche Ausbruch der Schreibkultur geht auf den Schriftsteller Geoffrey Chaucer zurück. Er entzückte König Richard II. am 14. Februar 1383 mit seinem 5454 Wörter reichen Liebesgedicht «Parlament der Vögel». In Allegorien auf den Menschen spricht er von der Paarungszeit der Vögel «am St. Valentinstag, wenn jeder Vogel jeder Gattung, die Menschen sich nur vorstellen können, zu diesem Platze kommt, um sich einen Partner zu suchen».
Am besten scheint es für Verliebte im nordenglischen Kingston upon Hull derzeit zu laufen. Dort geben die Männer so viel für einen Blumenstrauß aus wie sonst nirgendwo im Königreich. Das nordirische Belfast dagegen sticht in der Statistik des Blumenlieferdienstes Flying Flowers dadurch hervor, dass die Anrufer gleich mehrere Aufträge loswerden - Zweifel über die Partnertreue sind angebracht. Die englischen Männer legen sich aber nicht ohne Eigensinn ins Zeug. Ihre Erwartungen sind der Umfrage einer Supermarktkette zufolge besonders hoch: Zwei Drittel erwarten ein Geschenk.


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