Sonntag, 11. Januar 2009

160 Ost-West-Paare feiern Jahrestag des Mauerfalls


Eines der Paare: Grit Lübeck, die in Ost-Berlin aufwuchs, und Sven Gusko aus dem Westteil der Stadt. Sie fanden zusammen, als sie 2001 im selben Büro bei einer Versicherung arbeiteten. Inzwischen haben sie den gemeinsamen Sohn Finn. «Unterschiede fallen uns heute eigentlich nur manchmal im alltäglichen Leben auf», sagt Grit Lübeck. «Bei uns im Osten heißt es heute noch Broiler, Sven sagt dazu Grillhähnchen.»
Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), riet den Menschen in Deutschland, sich an den Paaren aus den einst getrennten Teilen der Republik ein Beispiel zu nehmen: «Bewerten sie die Unterschiede zwischen Ost und West nicht zu hoch», sagte der Tiefensee bei der Auftaktveranstaltung zum Gedenkjahr an den Mauerfall am 9. November 1989, die sein Haus organisiert hatte. «Was in diesem Jahr 1989 passiert ist, daraus können wir Kraft schöpfen.»
Der West-Berliner Olaf Wegner war schon 24 Jahre alt, als die Mauer am 13. August 1961 gebaut wurde. Auch Renate Mladen war in Berlin aufgewachsen, als die Stadt noch nicht geteilt war - allerdings im Ostteil. Erst vor zweieinhalb Jahren wurden die beiden ein Paar, und auch sie sehen nur noch kleine Unterschiede im Alltag. «Was wir Wessis seit vielen Jahren nicht mehr kennen, das ist die Sparsamkeit in kleinen Dingen», sagte Olaf Wegner.




Berliner MauerGuide
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