Montag, 4. August 2008

Familienplanung


Unerfüllter Kinderwunsch

Ungewollte Kinderlosigkeit macht Paare oftmals ratlos und wirft Fragen auf wie: "Warum gerade wir?" Bleibt der Wunsch nach einem Kind unerfüllt, haben Paare die Möglichkeit, sich beraten zu lassen.
Die Ursachen von Unfruchtbarkeit sind vielfältig und können Frauen wie Männer betreffen. Neben natürlichen Schwankungen der Fruchtbarkeit wirken sich beispielsweise Stress, Ernährung oder Umwelteinflüsse auf weibliche wie männliche Fruchtbarkeit aus. Aber auch körperliche und psychische Ursachen können die Zeugungs- oder Empfängnisfähigkeit beeinflussen.

In der Beratung erhalten Ratsuchende Informationen über denkbare Ursachen von Unfruchtbarkeit und auch Aufklärung über diagnostische Maßnahmen und Möglichkeiten. Natürliche Methoden, die Zeugungs- und Empfängnisfähigkeit zu verbessern, werden ebenso erörtert wie Risiken und Kosten der reproduktionsmedizinischen Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch.

Natürliche Familienplanung und Reproduktionsmedizin führen jedoch nicht bei jeder Frau und jedem Paar zum erhofften Erfolg. Deshalb regt die Beratung Ratsuchende grundsätzlich dazu an, ihre Motivation für den Kinderwunsch zu überdenken: Thematisiert werden beispielsweise die Stärke des Kinderwunsches, Hoffnungen, die mit der Geburt eines Kindes einhergehen, Konsequenzen des Scheiterns künstlicher Befruchtung oder auch Modelle eines Lebens ohne Kind.

Nicht zuletzt klärt die Beratung auch über die Möglichkeit von Adoption und Pflegschaft auf und liefert Kontakte zu psychologischer Beratung und zu Selbsthilfegruppen, die Frauen und Paare in der Bewältigung ihrer Situation unterstützen.
Männer über 50 - Künstliche Befruchtung keine Kassenleistung
Bei Männern im Alter von über 50 Jahren, die sich ein Kind wünschen, müssen Krankenversicherungen die Kosten für eine künstliche Befruchtung nicht tragen.

Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel bestätigt die gesetzliche Altersgrenze, bis zu der die Kosten übernommen werden. „Der Senat hält diese Regelung für verfassungsgemäß“, sagte BSG-Präsident Matthias von Wulffen.

Die 50-Jahre-Grenze sei „sachlich gerechtfertigt.“ (Az.: B 1 KR 10/06 R)Geklagt hatte ein Ehepaar aus Osnabrück, das auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann und bei seiner Krankenversicherung eine künstliche Befruchtung beantragte.

Unter Verweis auf das Alter des Mannes - er ist mittlerweile 60 Jahre alt, seine Gattin 38 - lehnte die Kasse die Kostenübernahme ab. Dagegen zogen die Eheleute vor Gericht.

Für die Altersgrenze gebe es keine medizinische Begründung. Auch bestehe kein Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und dem Wohl des Kindes. Daher verstoße es gegen das Grundgesetz, wenn über 50-jährige Männer anders behandelt werden als ihre jüngeren Geschlechtsgenossen.

Dem wollte sich das Sozialgericht nicht anschließen. Medizinische Maßnahmen zum Herbeiführen einer Schwangerschaft gehörten nicht zum „Kernbereich der gesetzlichen Krankenversicherung“ Der Gesetzgeber dürfe deshalb Ausschlusskriterien festsetzen - zumal sie nicht willkürlich seien: Wer mit 50 Jahren Vater werde, habe nach der durchschnittlichen Lebenserwartung gerade noch so viele Jahre vor sich, dass er den 27. Geburtstag seines Kindes miterleben könne.

„Bis zum normalen Ausbildungsabschluss ist der Vater dann also noch am Leben.“Derzeit müssen Versicherte mindestens 25 Jahre alt und verheiratet sein, wenn sie von der Krankenkasse eine künstliche Befruchtung bezahlt bekommen wollen.

Das Höchstalter liegt bei 40 Jahren für Frauen und 50 Jahren für Männer. Die Kosten übernehmen die Versicherungen der beiden Eheleute zu jeweils 50 Prozent.

Quelle/n: Ärzteblatt, 24.5.2007http://www.schwanger-info.de/887.0.html

Gehört Sex zur Bedarfs-Gemeinschaft nach Hartz IV?Wie bei Hartz IV gerechnet wird: http://www.sol.de/sz/wirtschaft/art2819,2325529

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